{"id":32839,"date":"2023-04-22T00:00:37","date_gmt":"2023-04-22T05:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bjultrasonic.com\/how-to-make-piezoelectric-ceramic\/"},"modified":"2025-01-21T01:02:07","modified_gmt":"2025-01-21T06:02:07","slug":"how-to-make-piezoelectric-ceramic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bjultrasonic.com\/de\/how-to-make-piezoelectric-ceramic\/","title":{"rendered":"Piezokeramik: Herstellung &#038; Verfahren"},"content":{"rendered":"<p>Die Herstellung piezoelektrischer Keramik ist ein komplexer Prozess, der pr\u00e4zise Kontrolle \u00fcber die chemische Zusammensetzung, die Kristallstruktur und die Verarbeitungsparameter erfordert.  Piezoelektrische Keramiken, die aufgrund ihrer F\u00e4higkeit, mechanische Energie in elektrische Energie umzuwandeln und umgekehrt, in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, basieren in der Regel auf Materialien mit einer Perovskit-Struktur.  Im Folgenden wird der Herstellungsprozess dieser faszinierenden Materialien detailliert beschrieben.<\/p>\n<h3>Rohmaterialauswahl und -aufbereitung<\/h3>\n<p>Der erste Schritt besteht in der sorgf\u00e4ltigen Auswahl und Aufbereitung der Rohmaterialien.  Typischerweise werden Oxide von Metallen wie Blei, Zirkonium und Titan verwendet, die in hochreiner Form vorliegen m\u00fcssen, um unerw\u00fcnschte Verunreinigungen zu vermeiden, die die piezoelektrischen Eigenschaften negativ beeinflussen k\u00f6nnten.  Diese Oxide werden in pr\u00e4zisen Verh\u00e4ltnissen gem\u00e4\u00df der gew\u00fcnschten Zusammensetzung der Keramik abgewogen und anschlie\u00dfend gr\u00fcndlich gemischt, um eine homogene Verteilung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h3>Kalzinierung und Mahlung<\/h3>\n<p>Die Mischung der Rohmaterialien wird anschlie\u00dfend einem Kalzinierungsprozess unterzogen, bei dem sie bei hohen Temperaturen gebrannt wird.  Dieser Schritt f\u00fchrt zur Bildung der gew\u00fcnschten Perovskit-Phase und zur chemischen Reaktion der Ausgangsoxide.  Das kalzinierte Pulver wird dann gemahlen, oft unter Verwendung von Kugelm\u00fchlen, um eine feine Partikelgr\u00f6\u00dfe zu erreichen.  Die Partikelgr\u00f6\u00dfe ist entscheidend f\u00fcr die sp\u00e4tere Sinterung und die resultierenden Eigenschaften der Keramik.<\/p>\n<h3>Granulierung und Formgebung<\/h3>\n<p>Das feine Pulver wird anschlie\u00dfend granuliert, um die Flie\u00dff\u00e4higkeit und die Verdichtung zu verbessern.  Hierbei werden organische Binder und L\u00f6sungsmittel hinzugef\u00fcgt, um die Pulverpartikel zu agglomerieren.  Die Granulate werden dann in die gew\u00fcnschte Form gebracht, beispielsweise durch Pressen, Extrudieren oder Gie\u00dfen.  Die Formgebung ist entscheidend f\u00fcr die endg\u00fcltige Geometrie und die Abmessungen des piezoelektrischen Elements.<\/p>\n<h3>Sintern<\/h3>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt ist das Sintern, bei dem die geformten Teile bei hohen Temperaturen gebrannt werden.  W\u00e4hrend des Sinterns wachsen die Keramikpartikel zusammen und bilden eine dichte, polykristalline Struktur.  Die Sintertemperatur und -dauer m\u00fcssen sorgf\u00e4ltig kontrolliert werden, um die optimale Dichte und Korngr\u00f6\u00dfe zu erreichen, die wiederum die piezoelektrischen Eigenschaften beeinflussen.<\/p>\n<h3>Polieren und Elektroden<\/h3>\n<p>Nach dem Sintern werden die Keramikk\u00f6rper oft poliert, um die Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit zu verbessern und die Abmessungen pr\u00e4zise einzustellen.  Anschlie\u00dfend werden Elektroden auf die Oberfl\u00e4chen aufgebracht, typischerweise durch Aufbringen einer leitf\u00e4higen Paste und anschlie\u00dfendes Brennen.  Diese Elektroden erm\u00f6glichen die elektrische Kontaktierung und die Anwendung eines elektrischen Feldes.<\/p>\n<h3>Polarisierung<\/h3>\n<p>Der letzte Schritt ist die Polarisierung, bei der ein starkes Gleichfeld an die Keramik angelegt wird.  Dieser Prozess richtet die Dipole innerhalb der Kristallstruktur aus und induziert die piezoelektrischen Eigenschaften.  Die Polarisierung erfolgt typischerweise bei erh\u00f6hter Temperatur und unter kontrollierten Bedingungen.<\/p>\n<table class=\"table table-striped table-bordered\">\n<thead>\n<tr>\n<th>Prozessstufe<\/th>\n<th>Beschreibung<\/th>\n<th>Einfluss auf die Eigenschaften<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Rohmaterialauswahl<\/td>\n<td>Auswahl hochreiner Oxide<\/td>\n<td>Reinheit und chemische Zusammensetzung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kalzinierung<\/td>\n<td>Bildung der Perovskit-Phase<\/td>\n<td>Kristallstruktur<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mahlung<\/td>\n<td>Reduzierung der Partikelgr\u00f6\u00dfe<\/td>\n<td>Sinterverhalten und Dichte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Granulierung<\/td>\n<td>Verbesserung der Flie\u00dff\u00e4higkeit<\/td>\n<td>Formgebung und Verdichtung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Formgebung<\/td>\n<td>Herstellung der gew\u00fcnschten Geometrie<\/td>\n<td>Abmessungen und Form<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sintern<\/td>\n<td>Verdichtung und Kornwachstum<\/td>\n<td>Dichte, Korngr\u00f6\u00dfe und piezoelektrische Eigenschaften<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Polieren<\/td>\n<td>Verbesserung der Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit<\/td>\n<td>Abmessungen und Oberfl\u00e4chenqualit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Elektroden<\/td>\n<td>Aufbringen leitf\u00e4higer Schichten<\/td>\n<td>Elektrische Kontaktierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Polarisierung<\/td>\n<td>Ausrichtung der Dipole<\/td>\n<td>Piezoelektrische Eigenschaften<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Herstellung piezoelektrischer Keramik erfordert eine pr\u00e4zise Kontrolle jedes einzelnen Prozessschrittes. Von der Auswahl der Rohmaterialien bis zur Polarisierung beeinflusst jeder Parameter die endg\u00fcltigen Eigenschaften des Materials. Die Optimierung dieser Parameter ist entscheidend f\u00fcr die Entwicklung  hochwertiger piezoelektrischer Keramiken f\u00fcr  unterschiedliche Anwendungen, von Sensoren und Aktoren bis hin zu Ultraschallwandlern, wie sie beispielsweise von Beijing Ultrasonic angeboten werden, wenn die Anwendung im Ultraschallbereich liegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herstellung piezoelektrischer Keramik ist ein komplexer Prozess, der pr\u00e4zise Kontrolle \u00fcber die chemische Zusammensetzung, die Kristallstruktur und die Verarbeitungsparameter erfordert. Piezoelektrische Keramiken, die aufgrund ihrer F\u00e4higkeit, mechanische Energie in elektrische Energie umzuwandeln und umgekehrt, in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, basieren in der Regel auf Materialien mit einer Perovskit-Struktur. 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